Bratwurstessen (Historie)

Das Bratwurstessen ist eine Traditionsveranstaltung der K.G. Fidele Zunfthäre.

Das letzte Bratwurstessen fand statt am 26.01.2018.

Wie bei vielen althergebrachten Überlieferungen gibt es immer mehrere Entstehungsgeschichten. Hier sind nun die bekanntesten aufgeführt:

Historisches

Stifter der ersten Bratwurst war Ludwig l. (Philippi). Er hörte von einer Wette des damaligen Präsidenten der Zunft, Franz Schumacher.

Bratwurstessen 2003
Bratwurstessen 2003

Franz hatte mit seinen Kegelbrüdern gewettet, daß er auf einen Sitz einen Meter Bratwurst mit Brot und Senf vertilgen könne, andernfalls er etliche Runden Freibier auszugeben hätte. Da Franz beim Essen immer sehr gut zulangen konnte, die Kegelbrüder aber auch auf das Freibier nicht verzichten wollten, ersannen sie eine heimtückische List. Festgelegt war nur die Länge der Bratwurst, nicht aber der Durchmesser! Man servierte dem Franz also eine Bratwurst von einem Meter Länge, aber doppeltem Durchmesser! Selbst diese Bratwurst hätte der Präsident fast geschafft. Auf dem Teller blieb nur ein Rest von fünf Zentimetern liegen.

Prinz Ludwig I. nahm nun diese verlorene Wette zum Anlass für ein Geschenk an Franz Schumacher. Bei der Sitzung der Zunft überreichte er dern Franz ein Brett mit 1,11 Meter Bratwurst.

Bratwurstessen 2005
Bratwurstessen 2005

Natürlich war die Aktivitas auch stark an dieser Wurst interessiert und taten dies auch kund. Deshalb brachte Franz beim folgenden Treffen jedem eine Brarwurst von der imposanten Länge von 2 Zentimetern mit. „Dä Rest hab ich un meine Möpp jejessen!“ war seine Auskunft auf die fragenden Gesichter der hungrigen Aktivitas. In dieser breitete sich Empörung aus. „Dä verfressene Sack“, so war die allgemeine Auffassung. Kurzerhand beschloß man, ein Bratwurstessen durchzuführen. Man lud den Prinzen ein, die Bratwurst wurde von der Zunft bezahlt. Es.war ein herrlicher Abend. Spontan versprach Ludwig I., daß er im folgenden Jahr die Bratwurst für ein weiteres Bratwurstessen spenden wolle.

Im Jahr 1972 fand dieses Bratwurstessen am Freitag nach der Zunftsitzung statt. Prinz Mathias I. wurde eingeladen; spontan versprach er, die Wurst für 1973 zu spenden. So ging das weiter mit Rüdiger I., Heinz IV. usw. bis in die Mitte der achtziger Jahre. Die Zahl der Bratwurstesser war inzwischen auf 70 bis 80 Personen angestiegen; die Bratwurstspende fast schon zu einem Muß geworden. Manche Prinzen sprachen von einem finanziellen Abenteuer. Außerdem wurde von seiten der Spender-Prinzen versucht, Einfluß auf die Einladungsliste zum Bratwurstessen zu nehmen. Deshalb vollzog die Zunft eine „Restaurierung“ des Bratwurstessens auf den Ursprung und gab beim Bratwurstessen 1991 unter der Regentschaft von Prinz Lothar I. die Bratwurst-Satzung bekannt!
Das traditionelle Bratwurstessen

Das Bratwurstessen wurde erstmals 1971 nach der „Grossen Sitzung“ der Zunft durchgeführt. Im Lauf der Jahre ist dann die Entstehung des Bratwurstessens in verschiedenen Versionen von der Zunft festgehalten worden.

Der Stifter des ersten Bratwurstessens, Se. Tollität Prinz Ludwig I. (Philippi, 1971) stellte mit einem Schreiben vom 27.01.1992 die Entstehung des Bratwurst-Essens richtig. Anlass dazu war ein Bericht über das Bratwurstessen im „Närrischen Anzeiger“, der Karnevals-Zeitung der K.G. Fidele Zunfthäre e.V., die nicht ganz den Tatsachen entsprach.

Herr Philippi schrieb unter anderem:

„Damit ich auf den Sitzungen der Gesellschaften irgend etwas besonderes sagen konnte, habe ich mit den Vorsitzenden oder Präsidenten Rücksprache genommen. Dabei erfuhr ich folgendes von Eurem Vorsitzenden Peter Laugs: Präsident Franz Schumacher, gleichzeitig Mitglied des Kegelclubs „Eiche“, hatte bei einer Kegeltour an die Mosel mit seinen Kegelbrüdern um 3 Flaschen Wein gewettet, dass er 1 Meter Bratuurst essen (besser gesagt vertilgen) würde. Diese Wette hatte er verloren und musste tieftraurig seine Wettschuld begleichen.

Bratwurstessen 2006
Bratwurstessen 2006

So bekam er auf der Bühne von mir 1,11 Meter Brafwurst, mit der Auflage, diese mit dem Elferrat zu verspeisen. Der Wirt des Vereinslokals „Rosental“ hätte sie gratis gebraten. Aber dazu kam vorläufug nicht. Als ich Fronz montags wöhrend der Arbeit bei Dalli aufsuchte und nach dem Essen fragte, bekam ich zur Antwort: „Die hab‘ ich nach de Sitzung ze Haus jebraten un janz allein jejessen. – Ene Ummel hat ose Möp kreje,.Peng !“ Es wurde noch ein Termin für ein gemeinsames Brattwurstessen vereinbart. usw usw.“

Soweit Herr Philippi.

Die „Zunft“ feierte Jahr für Jahr ihr Bratwurstessen. Dabei wurde es fast zur Selbstverständlichkeit, dass der jeweilige „Bratwurst-Prinz“ die Wurst bezahlte. Zum Bratwurstessen wurden jetzt nicht nur die Herren der Aktivitas eingeladen. Es wurden sämtliche männlichen Mitglieder eingeladen.

Zu der Bratwurst wurde dann noch Sauerkraut und Kartoffelpüree serviert.

Bratwurstessen 2011
Bratwurstessen 2011

Dass das von einigen der Prinzen als ein „finanzielles Abenteuer“ bezeichnet wurde, ist doch klar!
Nach einigem Hin und Her besann man sich auf den Ursprung des Bratwurstessens und erliess eine „Bratwurst-Satzung“. In dieser Satzung ist genau geregelt wie das Bratwurstessen zu vollziehen ist. Jedem amtierenden Prinzen, der am Bratwurstessen teilnimmt, muss diese Satzung vorgelesen und überreicht werden.

Im Jahr 2018 zogen erstmals auch die Frauen der Zunfthäre in den Saal auf die Bühne ein, hereingeleitet von dem 1. Bürger der Stadt, Tim Grüttemeier.

Bratwurstessen 2018
Bratwurstessen 2018

Zusammen mit dem Stadtprinzen, Patrick I., der kurzerhand seinen Hofstaat durch die herrliche Frauengesellschaft tauschte, wurde nach dem offiziellen Teil noch zünftig weitergefeiert.

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